02 September 2024

Glaubenberg

Ich unterschätzte die Kraft der Sonne, die herausvordernde Tour auf den Glaubenberg verbrannte mir ganz schön mein Näschen. Es war ein zähes Ringen mit mir selbst bis ich endlich die Passhöhe erreichte. So viele Pausen habe ich auf einer Strecke wohl noch nie gemacht. Vielleicht heisst der Pass deshalb Glaubenberg, man muss schon an sich glauben um diesen Brocken in der Hitze bezwingen zu können. Vorgängig füllte mir ein Bub meine Wasserflasche auf und inspizierte mein Bike, ich musste dann für die Kids eine Runde auf dem Pausenplatz drehen damit sie sahen wie das Handbike funktioniert. Zum Abschied rief das freche Kerlchen "Tschüss alter Opi"! Na ja, so unrecht hatte er ja nicht.

21 August 2024

Sarnersee

Ich hatte beruflich in der Zentralschweiz zu tun und nahm die Gelegnheit beim Schopf um nach Feierabend eine Runde zu biken. Da ich nach gesundheitlichen Problemen noch nicht wirklich fit bin entschloss ich mich für eine Seeumrundung. So blieben die Höhenmeter unangetastet, und der Sarnersee bot reichlich visueelle Abwechslung was die Fahrt sehr angenehm machte. Nur das Teilstück ab Ewil bis Sarnen war mühsam da der Radweg parallel zur stark befahrenen Hauptstrasse verläuft.




Sommerferien

Die Sommerferien verbrachte ich mit der Familie auf den Philippinen. Leider ohne Bike, denn der Hauptgrund für die Reise waren zahlreiche Behördengänge, Bankangelegenheiten und Besuche von Freunden und Verwandten. Aber ich merke schon dass ich alt werde, ich vetrage einen solchermassen langen Flug nicht mehr. 

07 Juni 2024

Aktionstage Behindertenrechte

Diese Woche war ich vollbeschäftigt, nicht mit handbiken, sondern als Begleiter einer Schülerin während der auswärtigen Projektwoche. Heute Nachmittag radelten wir nach Nänikon um den Rollstuhl-Parcour für die Aktionstage Behindertenrechte aufzubauen. Vielleicht bewegt sich langsam etwas in Richtung Inklusion, aber ob diese Anlässe überhaupt von der Bevölkerung wahrgenommen, geschweige denn besucht werden, wird sich zeigen.

29 Mai 2024

Cold du Chasseral

Irgendwann musste es sein. Schon zu lange stand der Chasseral auf meiner Bucketlist. Und diesen herrlichen Sonntag sollte es nun soweit sein. Ich verbrachte das Wochenende in Biel und konnte daher endlich diese Tour fahren. Vom Camping Sutz wo ich Unterkunft buchte radelte ich frühmorgens durch Biel und erreichte bei strahlendem Sonnenschein das herzige Städtchen Twann. Von da an begann der Aufstieg bis Lamboing, der zweite steile Teil begann in Nods und führte mich auf der schmalen Strasse zur Passhöhe. Inzwischen zogen bedrohliche Wolkenmonster auf, trotzdem fuhr ich noch auf dem Grat bis zum markanten Aussichtsturm. 
Die Schussfahrt nach La Neuville brachte mich wieder in mildere Klimaregionen, und bald darauf überquerte ich die Sprachgrenze und befand mich wieder am Bielersee. Leider war der Radweg am Seeufer entlang ungeteert, so entschloss ich mich doch wieder auf die Hauptstrasse abzudrehen. Der Autoverkehr war sehr gering und Radstreifen säumten die Fahrbahn, ich fühlte mich entsprechend sicher dort entlangzuradeln. Das Ende meiner Tour führte mich zurück zum Camping in Sutz, die barrierefreien Unterkünfte im Zweibettzimmer kosteten 32.00 Fr., für die Schweiz ein Schnäppchen. Und dass ich mein Auto tagsüber gleich stehen lassen durfte war sehr nett.

27 Mai 2024

Segelkurs

Zur Abwechslung vom Handbike nahm ich heute an einem Segelkurs auf dem Bielersee teil. Der Verein Ship'n Wheels offeriert inklusive Segelkurse auf dem Bielersee. Auf einer Jolle mit neigbarem Sitz um die Krängung auszugleichen sass es sich auch als Paraplegiker, mit elastischem Bauchgurt zur Stabilität, sehr gut, so dass ich das Boot sicher steuern konnte. Mit den vielen Fachbegriffen rund ums Segeln musste ich mich allerdings erst mal anfreunden. Auch zum Abschätzen der Windrichtung, Beobachten der Segel und der Wasseroberfläche, und zur umliegenden Topographie die den Wind beeinflussen kann lernte ich viel. Nach dem Mittagessen fuhr ich auf einer neun Meter langen Stahlyacht mit. Auf der installierten Sitzbank fühlte ich mich weniger wohl als auf dem Sitz in der Jolle, denn ich konnte mich nicht fixieren und war entsprechend instabil. Die Schoten so zu bedienen war leider nur beschränkt möglich. Um eine tolle Erfahrung reicher endete der Tag, wie kann es bei den Romands anders sein, bei einem Glas Weisswein.

20 Mai 2024

Atzmännig


Meistens drehe ich meine Runden allein. Heute passte es wieder einmal für eine Tour zu zweit. Ich traf Duri im Tösstal, von dort rollten wir gemeinsam über Wald nach Atzmännig. Ich kannte die Strecke schon von einer lange zurückliegenden Tour mit meinem Sportsfreund Veit. Die Abfahrt nach St. Gallenkappel auf gut ausgebauter Strasse war flott, dafür mussten wir das nächste Teilstück auf einem Trail absolvieren. Enge kurven, rutschiger Untergrund und steile Abschnitte verlangten feinfühliges Manövrieren.
Dann folgte der schöne Abschnitt von Emmenswil bis Diemberg, hier wimmelte es geradezu von Radfahrern, teils waren echte Cracks mit Zeitfahrmaschinen unterwegs.
Um die Hauptstrasse zu vermeiden nahmen wir in Wald die Höhenstrasse um schlussendlich zurück ins Tösstal zu gelangen. Die anschliessende Brotzeit hatten wir uns redlich verdient.